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Das Ego bröckelt

  • Autorenbild: Marc Altmann
    Marc Altmann
  • 13. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Im Leben erlebst auch du Zeiten der Erschütterung. Manches davon hinterlässt tiefe Spuren. Wenn du bereit bist, wirklich hinzusehen und zu erkennen, was Zerbrochenheit in Wahrheit bedeutet, kann sich eine neue Form von Bewusstsein öffnen.


DIE KRUSTE WILL GEKNACKT WERDEN


Stell dir vor, ein Ei würde für immer ein Ei bleiben. Niemals könnte das Leben, das sich unter seiner Schale entwickelt, das Licht der Welt erblicken.

Ähnlich verhält es sich mit dem Ego. Es ist ein notwendiger Teil deiner Entwicklung. Es gibt dir eine Form, in der du Erfahrungen sammeln kannst. Doch wenn die Zeit kommt, dass dein Wahres Selbst stärker hervortreten möchte, wird die Schale zu eng.

Identifizierst du dich ausschließlich mit dieser Schale, erscheint ihr Zerbrechen wie eine Katastrophe. Erkennst du jedoch, was darunter herangewachsen ist, wird aus dem Zusammenbruch eine Geburt.



WAS IST TRAUMA?


Beim körperlichen Training werden Muskelfasern zunächst belastet und teilweise verletzt. Erst durch diesen Prozess entstehen Wachstum, Anpassung und neue Stärke.

Wer nur auf den Schmerz schaut, verliert leicht den Sinn des Trainings aus den Augen. Wer jedoch versteht, wofür die Anstrengung dient, bleibt auf dem Weg und erlebt die Veränderung.

Auch seelische Krisen können – trotz ihres Schmerzes – Räume öffnen, die zuvor verschlossen waren. Nicht weil Leiden an sich gut wäre, sondern weil Bewusstsein daraus entstehen kann.



AUFBRUCH IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES


Wachstum erfordert Veränderung. Es braucht Loslassen, Durchbrüche und manchmal das Aufbrechen alter Strukturen.

Wenn dein Ego bröckelt und du dich verletzt, enttäuscht oder orientierungslos fühlst, kannst du lernen, die Perspektive zu wechseln. Statt nur zu fragen: „Warum passiert mir das?“, fragst du vielleicht: „Was möchte das Leben mir zeigen?“

Mit der Zeit wird diese Haltung zur Gewohnheit.

So wie ein erfahrener Rennfahrer nicht mehr über jeden Handgriff nachdenken muss, sondern im Fluss seines Könnens fährt, lernst auch du, dem Leben mehr zu vertrauen. Was früher Widerstand war, wird zunehmend Hingabe.



WIE MACHT GOTT DAS?


Gott möchte nicht deine Seele brechen. Er möchte lediglich das lösen, was dich von ihr trennt.

Es sind oft jene Anteile, die an Kontrolle, Stolz, Macht oder Angst festhalten. Nicht weil sie böse wären, sondern weil sie dich begrenzen.

Je mehr diese äußeren Schichten sich lösen, desto freier kann sich dein wahres Wesen entfalten. Du erkennst, dass der Himmel nicht erst irgendwann beginnt, sondern bereits jetzt in deinem Bewusstsein erfahrbar werden kann.



NUR EINEN SCHRITT DAVON ENTFERNT


Wenn du dich entscheidest, die Sicht der Liebe zu deiner grundlegenden Perspektive zu machen, bist du bereits auf dem Weg.

Dennoch wirst du weiterhin Prüfungen erleben. Nicht als Strafe, sondern als Gelegenheit, Vertrauen zu vertiefen und innere Stärke zu entwickeln.

Manche Erfahrungen lassen das Ego kleiner werden und die Seele größer. Was heute wie ein Zerbrechen erscheint, kann sich später als Befreiung erweisen.

Vielleicht sind die größten Geschenke des Lebens manchmal in den Momenten verborgen, in denen etwas Altes nicht länger bestehen kann.





In meinen Sitzungen erleben Menschen immer wieder, ihr eigenes Zerbrochensein in einem neuen Licht zu betrachten. Oft beginnt genau dort ein Weg zu mehr Freiheit, innerem Frieden und Verbundenheit.



Vielen Dank für dein Interesse an meiner Arbeit.


Herzlichst,


Marc Altmann


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